raul zelik / sabine bitter / helmut weber
made in venezuela. notizen über die >bolivarianische revolution<
Politisch-literarisches Tagebuch und Foto-Essay, ISBN 3-935936-28-1 | 144 Seiten | erschienen April 2004 | 13 € | lieferbar
Verlag Assoziation A
Das Buch kann direkt bestellt werden bei: funky@raulzelik.net
Zum Buch:
Der tief greifendste Transformationsprozesse Lateinamerikas findet zur Zeit in Venezuela statt. Seit die 1998 gewählte Regierung Chávez die »Bolivarianische Revolution« ausgerufen hat, ist das südamerikanische Land von einer umfassenden Aneignungsbewegung erfasst worden. Die Bewohner der Armenviertel von Caracas gründen Stadtteilräte und verwalten sich selbst. Im Gesundheits- und Erziehungswesen werden umfassende Sozialprogramme auf den Weg gebracht. Landlose kämpfen für die Umsetzung der Agrarreform.
Gleichzeitig macht die bürgerliche Opposition mit massiver Unterstützung aus Europa und den USA gegen die Regierung des Präsidenten Chávez mobil und spricht von drohendem Totalitarismus. Allein im Jahr 2002 hat es zwei rechte Putschversuche gegeben.
Doch trotz dieser politisch und kulturell aufregenden Entwicklungen ist in Europa kaum bekannt, was in Venezuela passiert.
Der Berliner Schriftsteller Raul Zelik und die Wiener KünstlerInnen Sabine Bitter und Helmut Weber waren 2003 auf Einladung der “kulturstiftung des bundes” sieben Monate in dem südamerikanischen Land. Mit Blick fürs Detail haben sie sich dem Umwälzungsprozess genähert und das Verhältnis von Kultur, Theorie und sozialer Emanzipation reflektiert.
Ein subjektives und doch analytisches Buch, das als erster deutschsprachiger Titel einen fundierten Einblick in die Geschehnisse in Venezuela erlaubt.
Peter B. Schumann (Deutschlandfunk):
"Der Untertitel des Bandes Notizen zur 'bolivarianischen Revolution' signalisiert die nicht selbstverständliche Zurückhaltung, mit der Raul Zelik vorgegangen ist. Hier tritt kein Parteigänger auf, um den Leser mit seinen fertigen Wahrheiten zu überwältigen. Hier möchte vielmehr jemand seine persönlichen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Basisorganisationen vermitteln und dabei auch den Prozeß der Erkenntnis reflektieren ...Raul Zeliks 'Notizen' über das 'bolivarianische' Experiment überzeugen durch ihre Differenziertheit und Empathie, mit der sich der Autor auf seine Erkenntnisreise durch die Basis Venezuelas begibt."
Olga Burkert (Inkotha-Rundbrief:):
"Mit brillanter Beobachtungsgabe entwirft der Autor eine spannende
Collage vom venezolanischen Prozess, die durch Photographien der barrios
von Bitter und Weber vervollständigt wird. Es macht Spaß, Zelik auf
seinen Streifzügen durch Caracas und die glitzernden Barrios zu
begleiten und so eine ganz neue Variante Venezuelas zu entdecken."
Zu den Rezensionen
Interview mit Radio Helsinki (Graz-Österreich), MP3-File