Deutscher Buchpreis 2005: Jury benennt 20 Romane für die Longlist

29.08.2005

Die Jury für den Deutschen Buchpreis 2005 hat ihre Vorauswahl getroffen. „Es war eine große Anstrengung für uns, alle wesentlichen deutschsprachigen Romane des Jahres zu lesen und die 20 interessantesten oder wichtigsten Titel auszuwählen. Im Hinblick auf die deutschsprachige Literatur gibt es aber keine wichtigere Aufgabe, denn es ist höchste Zeit, deutlich zu machen, wie die guten Romane aussehen, und dass sie auch in deutscher Sprache geschrieben werden“, sagt Jury-Sprecher Bodo Kirchhoff. Insgesamt 150 Titel, die zwischen dem 1. Oktober 2004 und dem 19. September 2005 erschienen sind oder noch erscheinen, wurden in den letzten vier Monaten für die Longlist gesichtet.

Davon benennen die Juroren in einem nächsten Schritt sechs Titel für die Shortlist, die am 19. September 2005 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autoren, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der Preisträger erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Mit dem Deutschen Buchpreis 2005 zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels erstmals den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Partner sind Dr. Florian und Gabriele Langenscheidt, der SPIEGEL-Verlag, die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Preisverleihung findet am 17. Oktober 2005 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römer statt.

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge): 

  • Bernd Cailloux, Das Geschäftsjahr 1968/69 (edition suhrkamp, Juni 2005)
  • Ulrike Draesner, Spiele (Luchterhand, August 2005)
  • Franzobel, Das Fest der Steine (Paul Zsolnay Verlag, August 2005)
  • Arno Geiger, Es geht uns gut (Hanser, August 2005)
  • Wilhelm Genazino, Die Liebesblödigkeit (Hanser, Februar 2005)
  • Egon Gramer, Gezeichnet: Franz Klett (Piper, September 2005)
  • Evelyn Grill, Vanitas oder Hofstätters Begierden (Residenz Verlag, Januar 2005)
  • Peter Henisch, Die schwangere Madonna (Residenz Verlag, Juli 2005)
  • Daniel Kehlmann, Die Vermessung der Welt (Rowohlt, September 2005)
  • Thomas Lehr, 42 (Aufbau-Verlag, August 2005)
  • Gert Loschütz, Dunkle Gesellschaft (Frankfurter Verlagsanstalt, August 2005)
  • Gila Lustiger, So sind wir (Berlin Verlag, Februar 2005)
  • Friederike Mayröcker, Und ich schüttelte einen Liebling (Suhrkamp, August 2005)
  • Jochen Missfeldt, Steilküste (Rowohlt, März 2005)
  • Hanns-Josef Ortheil, Die geheimen Stunden der Nacht (Luchterhand, September 2005)
  • Jens Petersen, Die Haushälterin (Deutsche Verlags-Anstalt, Februar 2005)
  • Matthias Politycki, Herr der Hörner (Hoffmann und Campe, September 2005)
  • Marion Poschmann, Schwarzweißroman (Frankfurter Verlagsanstalt, September 2005)
  • Hans-Ulrich Treichel, Menschenflug (Suhrkamp Verlag, Juli 2005)
  • Raul Zelik, Berliner Verhältnisse (blumenbar, August 2005)

 „Es sind Romane, die vom Leben erzählen, vom Vergehen der Liebe und der Zeit, und es sind verrückte Bücher, mit hohem schriftstellerischen Risiko; es sind Romane der Beobachtung, wie man sie woanders kaum findet, und es sind erzählte Gedankenflüge und poetische Visionen, an denen sich die Geister scheiden, ja, die sogar noch einen einzelnen Geist spalten können“, so Bodo Kirchhoff über die nominierten Titel.

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2005 gehören außerdem an: Verena Auffer-mann (Kritikerin), Klaus Bittner (Buchhandlung Klaus Bittner), Dr. Volker Hage (DER SPIEGEL), Dr. Wolfgang Herles (Aspekte, ZDF), Armin Thurnher (Der Falter, Wien) und Juli Zeh (Autorin). Fotos der Jurymitglieder können abgerufen werden unter http://www.deutscher-buchpreis.de/.

Ansprechpartner für Anfragen: Dr. Bodo Kirchhoff (Sprecher der Jury Deutscher Buchpreis 2005) Telefon: 0039-045 62 96 083

Deutscher Buchpreis 2005_Jury benennt 20 Romane für die Longlist-Börsenverein des Deutschen Buchhandels.pdf

 

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